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HISTORIE

 
Auf dieser Seite möchten wir Euch die bewegte Geschichte des Tamaskan ein wenig näherbringen.

Fünf Schlittenhunde unbekannten Ursprungs wurden mit Sibirischen Huskies, Alaskan Malamutes und Deutschen Schäferhunden bzw.  Mischlingen gekreuzt. Auch diese Hunde waren unbekannten Ursprungs. Dies war der bescheidene Grundstein einen Hund zu schaffen, der dem Wolf optisch ähnelt aber dennoch das Wesen und den Charakter eines Haus- und Arbeitshundes nicht verliert. In den folgenden Jahren setzten eine kleine Gruppe von Züchtern weitere wolfsartig aussehende Hunde in der Zucht ein. Da jedoch niemand die Zuchtvorgänge dokumentierte und keine Aufzeichnungen von Zuchtstatistiken  aufbewahrt wurden, ist die Zucht in ihren Anfängen nicht mehr nachvollziehbar. Man gab den Hunden den Namen Wolf-Hund ( engl. wolf-dog).

1988  Gründung der Northern Inuit Gesellschaft, da man davon ausging, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein Wolfsblut eingekreuzt worden war. Beweisen konnte dies aber niemand.

2002 – 2003  Durch unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich Weiterentwicklung, Zuchtziel und Gesundheit entstanden weitere Gesellschaften, unter anderem die britische und internationale Utonagan Gesellschaft. Diese hatte das Ziel, die Zucht der Rasse und die Gesundheit zu verbessern. Alle Verpaarungen sollten dokumentiert werden, damit die Zuchtvorgänge nachvollziehbar wurden. Weiterhin führte man Gesundheitstests ein und stellte Strukturen mit einem Ethik-Kodex auf. Durch die frühere undokumentierte Zucht war es zu eng verwandten Verpaarungen gekommen und es waren Gesundheitsprobleme aufgetreten wie Epilepsie, Nebennierenrindeninsuffizienz, Kryptorchismus und Hüftdysplasie.

2003 – 2006  Mit Blick auf die nicht rassetypischen, aber durch zu enge Verpaarungen entstandenen Krankheiten, veranlasste die Britische und Internationale Utonagan Gesellschaft nach neuen, nicht mit den bisherigen Linien verwandten Hunden zu suchen. Sie sollten in Charakter, Wesen und Optik dem Zuchtziel entsprechen. Die passenden Hunde fand man in Lappland (Polar Speed Kennel, Reijo Jääskeläinen). Sie besaßen ein wolfsartiges Aussehen und hatten ein arbeitswilliges Wesen inne. Sieben Hunde aus dem Polar Speed Kennel wurden in die Zucht aufgenommen. Dies war der Zeitpunkt, an dem zum ersten Mal nachweislich Wolfsblut in die Zucht gelang, da in den Siberian Husky-Mischlingen, welche man in die Zucht aufnahm, sowohl der Amerikanische Wolfshund als auch der Tschechoslowakische Wolfshund eingekreuzt wurde. Der erste Wurf mit nachweisbarem Wolfsblutanteil erfolgte im Mai 2006. Durch die Linienverwandschaft der 7 Hunde erhielt man jedoch immer noch nicht die Linienvielfalt, die angestrebt wurde.

2006 - 2009  Da die Hunde schon lange nicht mehr dem Ursprungsziel der 80er Jahre entsprachen und man dies noch mehr verdeutlichen wollte, kam es zur Umbenennung und der Gründung des Tamaskan Dog Register (TDR) mit Länder-Clubs. Folgende vier Züchter waren an der Gründung des Tamaskan beteiligt: Blustag (Finnland, ab 2007 UK, Lynn Hardey), Blufawn (UK, Jenny Hardey), Alba (Schottland, Liz Wilson) und Moonstone (UK).

2009 – 2010  Anfang 2009 tauchten Informationen auf, dass Club-Mitglieder in der Zucht gelogen hatten. Sie hatten Stammbäume gefälscht und den Wolfsblutanteil im Tamaskan verschweigen wollen. Daraufhin verließen einige Clubs das TDR und gründeten ihre eigenen Register. So auch der Tamaskan Germany Club. Im Mai 2009 wurde ein Saarlooswolfhund und sibirische Huskies als Outcross hinzugefügt.

2010-2012  Zwei Personen mussten ihre Ämter im Tamaskan Dog Register niederlegen und der TDR begann langsam mit dem Wideraufbau und einer Neustrukturierung.

2013/2014  In Deutschland wurde ein weißer Schweizer Schäferhund-Saarloos Mix (MWH) eingekreuzt und 2014/2015 Ursprungsblut (Utonagan) nach Deutschland  geholt. Bei einer Verpaarung mit diesem Utonagan traten Fälle von Gaumenspalte auf.

2016  begann der Tamaskan Germany mit einer Umstrukturierung mit der Gesundheit als oberstes Ziel. Aufgrund von Unstimmigkeiten über die Zukunft des Tamaskan verließen einzelne Züchter und Mitglieder den Club.

2017  wurde der Tamaskan Germany Club zu einem eingetragenen, gemeinnützigen Verein und trägt seitdem den Namen Tamaskan Germany e.V. Die deutschen Zuchtauflagen und Anforderungen des Tamaskan Germany e.V. sind höher als die des TDR.

Auch heute noch werden Outcross-Verpaarungen durchgeführt, um den Genpool des Tamaskan erweitern zu können.

Sylka (Nothern Inuit)

Kiwani (Utonagan)